Peter Koller

Ein paar Seiten von mir!

Eine traumhafte Tour!




Mit Manfred und Co. durchs Allgäu (Sommer 2008)


19. -24. Juli 2008

Im März 2007 überwand ich meine Skepsis gegenüber Moto Guzzi und kaufte mir die 1200 Sport. Nach Problemen zu Beginn fasste ich so viel Vertrauen, dass ich mich mit ihr auf grössere Reisen wagte: in Westnorwegen, im Sauerland und in den französischen Alpen 2007 sowie auf der Tour nach Slowenien diesen Sommer entdeckte ich, dass diese Maschine zwar den Namen "Sport" trägt aber eigentlich ein toller Reisetöff ist. Inzwischen hatte ich mir aber eine zweite Guzzi erstanden: die 10 Jahre alte Sport 1100i. Und jetzt im Allgäu wollte ich herausfinden, ob auch sie sich trotz ihrer sportlicheren Sitzposition und ihrem geringeren Drehmoment für längere Touren eignet. Ein wenig mulmig war mir dabei schon. Wird sie ohne Panne durchhalten? Werden meine Handgelenke über längere Touren mein Gewicht ertragen? Bleibe ich trotz des kleinen Tankes nie ohne Sprit stehen? Kann ich sie trotz des von mir gehassten Einklappständers jeweils dort abstellen, wo ich ein Foto knipsen will? Fragen über Fragen! Eine Sorge erledigte sich aber schon vor der Abfahrt: der für die 1200-er gekaufte cargobag liess sich problemlos auch auf die 1100-er schnallen. Also packte ich meinen Reisebedarf und liess mich auf das "Abenteuer" ein!

Samstag, 19. Juli 2008
Hinreise von Rheinfelden zur Grasgehrenhütte

Route: Rheinfelden - Laufenburg - Koblenz - Winterthur - Frauenfeld - Felben-Wellhausen (Mittagspause) - Weinfelden - Amriswil - Arbon - Rorschach - St. Margrethen - Lustenau - Dornbirn - Müselbach - Lingenau (Kaffeehalt) - Hittisau - Balderschwang - Riedbergpass - Grasgehrenhütte (252km)

Um 10 Uhr wollten sich Walter, Manfred und Ulli bei mir treffen. Wie bei mir üblich war ich um 9.55 mit dem Packen fertig und fuhr noch schnell zur Tankstelle. Kaum wieder zuhause angekommen, hörte ich schon Walters BMW heranbrausen. Nach einer herzlichen Begrüssung fragten wir uns, ob Manfred und Uli wohl schon aus den Federn seien. Da sie nicht auftauchten, wollte ich sie herausklingeln. Aber siehe da, sie waren auch schon fast bereit.
Und so machten wir uns denn gemeinsam auf die Reise zur Grasgehrenhütte. Da kaum Autos auf den Strassen waren kamen wir gut voran und genossen im Schwanen in Felben-Wellhausen ein gemütliches Mittagessen. Danach ging's an den Bodensee. In St. Margrethen füllten wir unsere Tänke noch einmal mit dem relativ günstigen Schweizer Benzin, bevor wir den Bregenzer Wald hinauf fuhren. In Lingenau stoppten Manfred und Uli schon für einen Kaffee und ein Eis. Mir war das noch zu früh, und so drehte ich noch eine Zusatzrunde. Nachdem ich dann auch noch einen Espresso getrunken hatte, nahmen wir die letzten Kilometer unter die Räder.
Nach unserer Ankunft in der Grasgehrenhütte auf dem Riedbergpass fiel meine Stimmung schnell in den Keller: Baal und Sabine, die kurz vor uns eingetroffen waren, hatten sich in einem Zimmer niedergelassen, das Manfred und Uli für sich beanspruchten. Da keine(r) nachgeben wollte, herrschte kühle Atmosphäre, bis schliesslich nach dem Abendessen Rapunzel mit Herbert und Inge eintraf. Er fand doch noch eine Lösung, mit der alle leben konnten - ich sogar sehr gut: denn anstelle des Kajütenbettes in einem 6-er Zimmer hatte ich nun ein Doppelzimmer für mich allein und konnte ohne Hemmungen schnarchen. Aus lauter Freude und zur Frustbewältigung unternahm ich noch alleine eine Abendwanderung fast aufs Riedbergjoch.



Sonntag, 20. Juli 2008
Ins Namlostal und über des Hahntennjoch

Route: Grasgehrenhütte - Riedbergpass - Fischen - Sonthofen - Oberjoch - Haldensee - Weissenbach im Lechtal - Stanzach - Namlostal - Brand (Mittagspause) - Stanzach - Elmen - Hahntennjoch - Imst - Fernpass - Reutte - Weissenbach - Haldensee - Oberjoch - Sonthofen - Fischen - Riedbergpass - Grasgehrenhütte (283km)

In der Nacht verzog sich das schöne Sommerwetter leider: am Morgen war es kalt und nass. Trotzdem beschlossen Rapunzel, Herbert, Baal und ich auf Tour zu gehen und ein Gebiet zu besuchen, das ich schon gut kenne: die wunderbaren Kurven des Namlostals und das Hahntennjoch.
Die Fahrt über Sonthofen und das Oberjoch (herrliche Kurven, aber - oh Graus - sieben Kilometer Überholverbot und jede Menge extrem vorsichtige Dosen) war ziemlich feucht, aber in Österreich wurde es trocken und etwas wärmer. Wir genossen die Fahrt durchs Namlostal in vollen Zügen, bis die Strecke vor Berwang wegen einem Fest gesperrt war. Also kehrten wir um und verzehrten in Brand einen herrlichen Apfelstrudel zum Mittagessen. Danach überquerten wir das Hahntennjoch, obwohl uns ein paar schottische Hochlandrinder die Strasse versperren wollten. In Imst musste ich dringenst tanken. Danach machten wir einen Fehler: wir beschlossen über den Fernpass weiter zu reisen. Die Fahrt über diese von Autos verstopfte Strasse war eine Qual. Zu allem Unglück begann es kurz vor Reutte heftig zu regnen. Über eine Stunde lang prasselten die dicken Tropfen auf uns, bis wie schliesslich die Grasgehrenhütte erreichten.
Wir waren durch und durch nass, konnten unsere Klamotten aber zum Glück in den Heizungsraum zum Trocknen hängen. Danach wurden wir mit einem kühlen Bier und einem hervorragenden Abendessen für die garstige Regenfahrt entschädigt. Das Essen war übrigens die gesamte Woche hindurch ausgezeichnet. Wir wurden in der Grasgehrenhütte kulinarisch richtiggehend verwöhnt!



Montag, 21. Juli 2008
Über das Furkajoch und das Faschinajoch

Route: Grasgehrenhütte - Riedbergpass - Balderschwang - Hittisau - Müselbach - Egg - Mellau - Au - Damüls - Furkajoch - Rankweil - Satteins (Mittagspause) - Röns - Thüringerberg - Blons - Fontanella - Faschinajoch - Damüls - Au - Schnepfau - Bizau - Reuthe - Egg - Müselbach - Hittisau - Balderschwang - Riedbergpass - Grasgehrenhütte (209km)

Das Aufwachen brachte den ersten Schock: wieder war es nass und saukalt! Dabei haben wir doch Mitte Juli! Trotzdem lassen sich die gleichen vier Unentwegten wie gestern plus Sabine als Beifahrerin von Baal auch heute nicht davon abhalten, auf Tour zu gehen - diesmal in die andere Richtung. Der zweite Schock folgt kurz nach der Abfahrt. Kaum haben wir Balderschwang passiert, geraten wir in einen fürchterlichen Hagelsturm. Für kurze Zeit ist die Strasse vor mir weiss vor Hagelkörnern, und ich fühle mich ziemlich unsicher auf meinem "Rennerle". Aber Baal fährt an der Spitze unbeirrt weiter, und so bleibt mir nichts anderes übrig, als - mit ein wenig Abstand - zu folgen. Schliesslich lässt der Regen nach, und für den Rest des Tages bleiben wir mehr oder weniger frocken.
Der erste Höhepunkt unserer Tour ist das Furkajoch. Wir gelangen über eine enge, schöne Passstrasse ohne Verkehr dorthin. Oben halten wir kurz an, genissen die Aussicht und knipsen ein paar Bilder. Danach geht's wieder runter. In Rankweil finde ich endlich die schon lange herbeigesehnte Tankstelle. Mit der 1200 Sport war ich auf allen Touren immer derjenige, der am weitesten fahren konnte. Nun erfahre ich, was es heisst zu zittern, dass du ohne Benzin stehen bleibst.
Kurz nach Rankweil stoppt Baal vor einem eher unscheinbaren Gasthof. Doch zu unserer Überraschung werden wir im Garten von einem älteren Ehepaar aufs Freundlichste mit Gulaschsuppe und Würsten verwöhnt. Gestärkt machen wir uns auf die Weiterreise.
Über viele weitere Kurven erreichen wir schliesslich unsere Hütte, wo wieder ein kühles Bier und ein ausgezeichnetes Abendessen auf uns warten. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber vielleicht war es heute mein absolutes Lieblingessen: Ente an Orangensauce. Das gab's bei uns immer zu Weihnachten, als ich noch ein Kind war!








Dienstag, 22. Juli 2008
Durchs Allgäu nach Isny

Route: Grasgehrenhütte - Balderschwang - Hittisau - Krumbach - Doren - Sulzberg - Weiler im Allgäu - Ellhofen - Brugg - Isny im Allgäu (Mittagspause) - Klein/Grossholzleute - Sibratshofen - Ebratshofen - Stiefenhofen - Kalzhofen - Oberstaufen - Immenstadt - Sonthofen - Fischen - Riedbergpass - Grasgehrenhütte (161km)

Nach dem Frühstück mussten wir heute leider Abschied nehmen: Baal und Sabine reisten nach Hause, weil das Ferienlager der Kinder zu Ende ging. Bei immer noch kühlem, stark bewölktem Wetter brachen die beiden auf. Dafür kam es auch zu einer Première: für Manfred, Uli und Walter war das Wetter nun passabel, und sie schlossen sich der von Rapunzel geführten Tour durchs Allgäu an.
Der Morgen führte uns über jede Menge von kleinen Nebensträsschen nach Isny. Besonders schön war dabei die Fahrt nach Sulzberg hinauf. In der schönen Altstadt von Isny legten wir eine längere Mittagspause ein, weil es wieder zu regnen begann. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch Briefmarken für die 41(!)
Postkarten kaufen, die ich am Vorabend geschrieben hatte.
Am Nachmittag führte uns Rapunzel wieder über derart kleine Nebensträsschen, dass er in Stiefenhofen selbst einmal kurz den Überblick verlor und ich danach vollständig. Meine Routenbeschreibung oben ist deshalb lückenhaft. Ich erinnere mich nur noch, dass wir eine Strasse hochfuhren, weil auf der Karte eine schöne Strecke eingezeichnet war. Doch dann hinderte uns ein Verbotsschild an der Weiterfahrt.



Mittwoch, 23. Juli 2008
Zum Timmelsjoch

Route: Grasgehrenhütte - Riedbergpass - Fischen - Sonthofen - Oberjoch - Haldensee - Weissenbach im Lechtal - Stanzach - Hahntennjoch - Imst - Oetz - Oberried (Mittagspause) - Sölden - Furkajoch - Rankweil - Satteins - Röns - Thüringerberg - Blons - Fontanella - Mautstelle zum Timmelsjoch - Sölden - Oetz - Imst - Hahntennjoch - Stanzach - Weissenbach - Haldensee - Oberjoch - Sonthofen - Fischen - Riedbergpass - Grasgehrenhütte (356km)

Heute wollten wir es endgültig wissen, denn die Tour sollte zum Timmelsjoch gehen. Offensichtlich war das Ziel so attraktiv, dass sich auch Inge auf Herberts Beifahrersitz setzte, als dieser seinen allmorgentlichen "Ölwechsel" vollzogen hatten. Und wieder einmal hiess es Geduld üben übers Oberjoch (immer noch: herrliche Kurven, aber - oh Graus - sieben Kilometer Überholverbot und jede Menge extrem vorsichtige Dosen). Doch dann ging's am schönen Haldensee vorbei nach Österreich und direkt übers Hahntennjoch.
Vor dem Mittagessen kam es zur ersten von drei kleineren Pannen: Rapunzel suchte einen schönen Gasthof und musste irgendwo im Wald wenden. Als wir wieder auf offener Strasse waren, bemerkten wir dass Walter fehlte. Wir schauten zurück und sahen ihn in eine andere Richtung losdüsen. Also wendete ich meine Guzzi sofort. Dabei geriet ich von der Strasse in die Wiese, wo mir beinahe das Hinterrad weggerutscht wäre. Es blieb aber beim Konjunktiv, und schliesslich fanden wir doch noch alle zusammen am Mittagstisch in Oberried.
Danach passierten wir Sölden und begannen den Aufstieg zum Timmelsjoch. An der Mautstelle war es aber derart windig und auch schon so spät, dass wir beschlossen, rechtsumkehrt zu machen und auf demselben Weg wieder zur Grasgehrenhütte zu fahren. Kurz darauf geschah das nächste Missgeschick. Herbert war vor Imst einen Moment lang nicht aufmerksam, verpasste eine Abbiegung und geriet in einen langen Autobahntunnel. Wir anderen teilten dem Hüttenwart am Handy mit, dass wir später zum Abendessen eintreffen würden, und warteten geduldig. Schliesslich machte sich Rapunzel auf die Suche nach Herbert. Kaum war er losgedonnert, traf Herbert ein - und wir warteten auf Rapunzel.
Nach dieser Verzögerung ging's dann umso flotter über die nassen Strassen des Hahntennjochs - vielleicht etwas zu flott, denn es folgte das dritte Missgeschick dieses Tages: bei der Talfahrt rutschte Manfred die Suzi weg und er landete mit Uli in der Böschung. Das war echt ein Schock, als ich um die Kurve kam und die beiden mit Maschine am Boden liegen sah. Aber zum Glück war nichts allzu Schlimmes passiert und übers Oberjoch (schon wieder: herrliche Kurven, aber - oh Graus - sieben Kilometer Überholverbot und jede Menge extrem vorsichtige Dosen) gelangten wir schliesslich doch noch zurück zur Grasgehrenhütte.

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Donnerstag, 24. Juli 2008
In den Ammergauer Bergen

Route: Grasgehrenhütte - Riedbergpass - Fischen - Sonthofen - Rettenberg - Kranzegg - Wertach - Nesselwang - Pfronten - Weissbach - Zell - Eisenberg - Seeg Rosshaupten (Mittagspause) - Lechbruck - Steingaden - Saulgrub - Oberammergau - Lindenhof - Plansee (Kaffeehalt) - Reutte -Ehenbichl - Weissenbach - Gaichtpass - Haldensee - Oberjoch - Sonthofen - Blaichach - Ofterschwang - Bolsterlang - Obermaiselstein - Riedbergpass - Grasgehrenhütte (259km)

Vor meiner Tour nach Slowenien hatte ich den Denzel-Motorradführer "Ostalpen" gekauft, in welchem eine Tour mit dem Namen "In den Ammergauer Alpen" beschrieben ist. Beim Frühstück beschlossen wir, diese in leicht abgeänderter Form zu fahren. Bis Herbert seinen Ölwechsel erledigt und Manfred und Uli gefrühstückt hatten, fuhr Rapunzel voraus nach Obermaiselstein zur Bank um Cash zu bekommen. Ich fuhr auch voraus, hielt aber in einer Kurve des Riedbergpasses an und übte scharfe Töffbilder zu knipsen. Und ich knipste, und knipste, und knipste ... denn Herbert, Inge, Manfred, Uli und Walter konnten nicht starten, weil das Vieh über den Parkplatz vor der Grasgehrenhütte getrieben wurde und er gesperrt war. So war es denn 11 Uhr, bis wir endlich gemeinsam losfahren konnten!
In Sonthofen verpasste ich die Abzweigung nach Rettenberg. Nachdem ich offenbar etwas überraschend gewendet hatte, dauerte es längere Zeit, bis wir wieder alle zusammen waren. Dann ging's aber trotz einigem Verkehr gut voran, an den eindrücklichen Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg bis nach Rosshaupten, wo wir im gemütlichen Garten eines Gasthofes mit einer riesigen Speisekarte lange auf das Mittagessen warten mussten. Nach dem Espresso (den ich eigentlich auslassen wollte, weil ich fand, dass 90 Minuten Mittagspause auf einer Töfftour eigentlich mehr als genug seien) fuhren wir weiter. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit mussten wir auf den beabsichtigten Besuch der Wallfahrtskirche "Zum gegeisselten Heiland auf der Wies" verzichten. Dafür gelangten wir vorbei an Unter- und Oberammergau über eine wunderschöne Nebenstrasse an den den idyllischen Plansee. Der war so einladend, dass ich für eine kurze Kaffeepause anhielt. Dann führte ich die Gruppe über Reutte und Ehenbichl zum Oberjoch, welches ganz klar versprach: herrliche Kurven, aber - oh Graus - sieben Kilometer Überholverbot und jede Menge extrem vorsichtige Dosen. Doch dieses Mal hatten Rapunzel und ich eine neue Taktik ausgeheckt. Ganz oben hatte es eine Ampel. Wir fuhren zu der vor und warteten, bis wir bei Grün vor allen Autos ins Tal stechen konnten. Das klappte auch ganz gut und wir hatten zum ersten Mal ein Superfahrt am Oberjoch - bis uns ein Lastwagen der letzten Grünphase wieder kurz aufhielt. Er liess uns zwar noch vorbei, aber dann mussten wir hinter einem Chopper oder so was "hungern".
In Sonthofen musste ich tanken. Rapunzel wartete auf mich, die anderen übersahen uns und brausten vorbei. Und so tasteten wir zwei uns für einmal auf kleinsten Nebensträsschen via Blaichach, Ofterschwang und Bolsterlang an den Riedbergpass heran.






Freitag, 25. Juli 2008
Heimreise über die Donaustrasse

Route: Grasgehrenhütte - Riedbergpass - Fischen - Sonthofen - Blaichach - Immenstadt - Oberstaufen - Wangen im Allgäu - Ravensburg - Boms (Mittagspause) - Bad Saulgau - Sigmaringen - Donaustrasse - Fridlingen - Tuttlingen - Geisungen - Blumberg - Stühlingen - Waldshut - Laufenburg - Rheinfelden (475km)

Am Vorabend hatten Manfred und Uli angekündigt, sie würden alleine noch einen Abstecher über Österreich machen. Ich könnte ja mit Walter nach Hause fahren. Für mich war klar, dass ich nicht noch einmal die Route über Winterthur nehmen wollte. Lieber wäre ich über Sigmaringen, dann entlang der Donau und irgendwie durch den Schwarzwald nach Hause gelangt. Manfred warnte, das sei zu weit. Rapunzel erwähnte den Werkverkehr. Und so legte ich mir im Bett eine Route zurecht, die im optimalen Fall einen Umweg über Sigmaringen zuliess. Beim Frühstück erklärte Walter sich damit einverstanden und wir beschlossen zusammen zu fahren.
Nach dem Frühstück erfuhr ich, dass die Kasse der Grasgehrenhütte keine EC-Cards aus der Schweiz akzeptiert. Also musste ich noch schnell nach Obermaiselstein zu einem Geldautomaten düsen. Danach kam der grosse Abschied, und dann fuhren Walter und ich als erste ab. Wir kamen zusammen ausgezeichnet voran und beschlossen beim Mittagessen in Boms (Rehschulter und Spätzle!), über Sigmaringen und die Donaustrasse zu fahren. Walter meinte: "Wir sind von der Zeit her gut daran, und du hast dich darauf gefreut. Also fahren wir's!"
Und es lohnte sich! Uns beiden gefiel die Strecke entlang der noch kleinen Donau ausgezeichnet. Ohne Probleme gelangten wir über Fridlingen und Blumberg nach Waldshut. Dort trennten wir uns, weil Walter auf der deutschen Seite des Rheins ("Kenne ich besser!") weiterfahren wollte, während ich lieber auf der Schweizer Seite ("Ist das Benzin billiger!") nach Hause rollen wollte. Dabei sagte Walter: "Das war heute vielleicht die schönste Tour dieser Ferien!" Das Wetter hatte aber auch toll mitgespielt.


Peter Koller aus Rheinfelden

Lustvoll unterwegs,

aber genau so gerne wieder zuhause!

😏


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Letzte Aktualisierung: 20.07.2016